Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen (im Folgenden auch „AGB“) von 

Atelier Pfote Hundesalon & Boutique

Inhaberin: Kathrin Starrmann

Leibnizstraße 15

63150 Heusenstamm

(im Folgenden auch „Hundesalon“ oder „Boutique“)

I. Teil: Allgemeine Bedingungen für alle Kunden

1. Geltungsbereich

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Dienst- und Werkleistungen, die durch den Hundesalon erbracht werden, sowie für alle in der Boutique gekauften beweglichen Sachen, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist. Sie werden Bestandteil des jeweiligen Vertrages.

1.2 Es gilt diejenige Fassung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die zum Zeitpunkt des jeweiligen Vertragsschlusses aktuell ist.

2. Abweichende Bedingungen und Vereinbarungen

Abweichende allgemeine Geschäftsbedingungen und / oder abweichende Vereinbarungen gelten nur, wenn dies vom Hundesalon bzw. von der Boutique ausdrücklich in Textform (z.B. E-Mail) bestätigt worden ist.

3. Zahlungsbedingungen

3.1 Alle Preise verstehen sich in Euro inklusive der jeweils gültigen gesetzlichen Mehrwertsteuer.
3.2 Die Vergütung für Dienst- und Werkleistungen des Hundesalons sowie der Kaufpreis für Waren der Boutique sind unmittelbar nach der Leistungserbringung bzw. beim Kauf der Ware vor Ort zur Zahlung fällig.
3.3 Die Zahlung erfolgt in bar oder über eine im Ladenlokal angebotene bargeldlose Zahlungsmethode (z.B. EC-Karte/Girocard). Eine Zahlung auf Rechnung ist, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich in Textform vereinbart, ausgeschlossen.

II. Teil: Besondere Bedingungen für Kunden des Hundesalons (Dienst- und Werkleistungen)

1. Leistungen 

1.1 Ausgangspunkt für alle Leistungen ist die jederzeitige Erhaltung der Gesundheit des Hundes unter ständiger Beachtung des Tierschutzes.

1.2 Der Hundesalon erbringt Leistungen wie Waschen, Föhnen, Bürsten, Kämmen, Schneiden, Scheren, Trimmen, Entfilzen sowie weitere vereinbarte Pflegeleistungen am Hund. Art und Umfang der Leistung werden vor Beginn der Behandlung vom Kunden und dem Hundesalon festgelegt.

1.3 Der Hundesalon behält sich das Recht vor, Aufträge anzunehmen oder abzulehnen. Die Leistungsausführung gemäß dem Auftrag des Kunden liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Hundesalons.

2. Termine und Stornierung

2.1 Der Hundesalon vereinbart mit seinen Kunden Termine zur Durchführung der vereinbarten Leistungen.

2.2 Vereinbarte Termine sind verbindlich. Ist der Kunde verhindert, den vereinbarten Termin wahrzunehmen, ist er gehalten, diesen spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin abzusagen. 

2.3 Erfolgt die Absage des Termins später oder gar nicht, ohne dass der Kunde das Versäumnis nachweislich nicht zu vertreten hat, ist der Hundesalon berechtigt, eine pauschale Ausfallgebühr in Höhe von 50,00 Euro zu verlangen. Dem Kunden bleibt der Nachweis ausdrücklich gestattet, dass dem Hundesalon kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

3. Preise

3.1. Es gelten die zum Zeitpunkt der Leistungserbringung gültigen Preise. Die jeweils gültigen Preise sind in der Preisliste im Ladenlokal und auf der Internetpräsenz des Hundesalons transparent ausgewiesen.

3.2 Die Preise gelten grundsätzlich für gepflegte, filzfreie Hunde, die der Größe der angegebenen Rasse entsprechen.

3.3 Ergibt sich während der Behandlung ein unvorhersehbarer, zwingend notwendiger Mehraufwand (z. B. durch starke Verfilzung, notwendige Parasitenbehandlung, Einsatz spezieller Pflegeprodukte oder erhebliche Zeitverzögerungen durch extreme Unruhe des Hundes), ist der Hundesalon berechtigt, diesen Mehraufwand gesondert in Rechnung zu stellen. Übersteigt der Mehraufwand voraussichtlich einen Betrag von 50,00 Euro im Verhältnis zum ursprünglich geschätzten Preis, wird der Hundesalon vorab die Zustimmung des Kunden einholen, es sei denn, Gefahr im Verzug für das Tierwohl erfordert ein sofortiges Handeln.

4. Haftung

4.1. Der Kunde versichert mit seiner Beauftragung, dass es mit dem zu behandelnden Hund bisher zu keinerlei Vorfällen gekommen ist, die bei einer Ordnungsbehörde zur Anzeige gebracht werden mussten.

4.2. Der Kunde versichert mit der Auftragserteilung, dass für den zu behandelnden Hund eine gültige Hundehaftpflichtversicherung besteht.

4.3. Sollte der Hund im Zeitraum der Behandlung erkranken oder sich verletzen, wird vorrangig versucht, den vom Kunden benannten oder den jeweils betreuenden Tierarzt einzuschalten. Sollte dieser nicht erreichbar oder dem Hundesalon nicht bekannt sein, behält sich der Hundesalon im Interesse des Tierwohls vor, einen anderen Tierarzt oder eine Tierklinik aufzusuchen. Die hierbei anfallenden Kosten sind vom Kunden zu tragen, es sei denn, der Hundesalon hat den medizinischen Notfall schuldhaft verursacht.

4.4. Für Schäden oder Krankheiten, die der Hund während der Behandlungszeit erleidet, sei es in An- oder Abwesenheit des Kunden, kann der Hundesalon nicht haftbar gemacht werden, es sei denn, der Hundesalon hat die Schäden oder Krankheiten selbst vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht. Die Haftung des Hundesalons wird insoweit ausdrücklich auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.

4.5 Eine Haftung ist insbesondere ausgeschlossen, wenn Schäden oder Krankheiten durch höhere Gewalt entstehen, wenn trotz pflichtgemäßer Vorsichtsmaßnahmen der Hund während der Behandlungszeit entflieht, wenn durch Pflegeprodukte trotz ausgewiesener Verträglichkeiten unvorhersehbare allergische Reaktionen entstehen oder wenn Verletzungen maßgeblich durch eine vertragswidrige extreme Unruhe des Hundes oder eine verdeckte, starke Verfilzung mitverursacht werden und der Hundesalon seine handwerklichen Sorgfaltspflichten eingehalten hat.

4.6 Der Hundesalon haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit von Personen (Kunden oder Dritten), die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Hundesalons beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) haftet der Hundesalon begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

III. Teil: Besondere Bedingungen für Kunden der Hundeboutique (Kaufverträge über Waren)

1. Eigentumsvorbehalt

Die gelieferten oder übergebenen Waren bleiben bis zur vollständigen Erfüllung sämtlicher Ansprüche aus dem Kaufvertrag im Eigentum der Boutique.

2. Gewährleistung

2.1 Bei Mängeln der Ware gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte.
2.2 Ein Sachmangel liegt nicht vor bei Schäden, die nach der Übergabe durch unsachgemäße Behandlung, natürlichen Verschleiß oder durch die Einwirkung des Tieres (z. B. Verbiss, Zerkratzen oder Zerreißen von Leinen, Geschirren und Spielzeugen) entstehen.

3. Umtausch und Rückgabe

3.1 Ein gesetzliches Umtausch- oder Rückgaberecht für im Ladengeschäft gekaufte, mangelfreie Ware besteht nicht.
3.2 Sofern die Boutique im Einzelfall einen Umtausch aus Kulanz gewährt, erfolgt dies nur innerhalb von 14 Tagen gegen Vorlage des Kassenbons und nur bei unbeschädigter, ungetragener und originalverpackter Ware und ausschließlich gegen Erstellung eines Warengutscheins (keine Barauszahlung).
3.3 Vom freiwilligen Umtausch grundsätzlich ausgeschlossen sind Hygieneartikel (z. B. angebrochene Pflegeprodukte, Bürsten), reduzierte Waren, Maßanfertigungen sowie Tiernahrung und Leckerlis.

IV. Teil: Besondere Bedingungen für Verbraucher (B2C)

1. Anwendungsbereich IV. Teil

Die nachfolgende Bestimmung im IV. Teil gilt ausschließlich für Verträge mit Kunden, die Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind.

2. Anwendbares Recht

Für alle Rechtsbeziehungen zwischen dem Hundesalon bzw. der Boutique und dem Kunden gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Dies gilt nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.

V. Teil: Besondere Bedingungen für Unternehmer (B2B)

1. Anwendungsbereich V. Teil

Die nachfolgenden Bestimmungen im V. Teil gelten ausschließlich für Verträge mit Kunden, die Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen sind.

2. Gerichtsstand

Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist das für den Sitz des Hundesalons bzw. der Boutique zuständige Gericht. Der Hundesalon bzw. die Boutique ist jedoch berechtigt, die Klage auch an jedem anderen gesetzlich zuständigen Gericht zu erheben.

3. Anwendbares Recht

Für alle Rechtsbeziehungen zwischen dem Hundesalon bzw. der Boutique und dem Kunden gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland; sofern einschlägig unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

 

Heusenstamm, 3. August 2026

 

 

 

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